Tag der Deutschen Einheit

anlässlich des 29. Jahrestages der Deutschen Einheit fand am 3.10.2019 eine große Festveranstaltung der Frauen Union Düsseldorf auf dem Gertrudisplatz in Eller statt. Nach dem Gottesdienst begann die feierliche Eröffnung mit einem großen Zapfenstreich der Gerresheimer Blaskapelle.

Danach berichtete die Zeitzeugin Bärbel Große von ihren Erfahrungen mit dem DDR-Regime. Bärbel Große saß 30 Monate im Zuchthaus, nachdem sie einen Ausreiseantrag stellte. Selbst nach ihrem Freikauf durch die BRD wurde sie weiterhin ausspioniert und sollte getötet werden. Der Journalist Klaus Kelle war in der Nacht des Mauerfalls live vor Ort. Er berichtete von bewegenden Bilder, von einem Menschenstrom, von Freunden und Familien, die vor Freude weinten und sich in die Arme fielen. Der Höhepunkt war die Rede des ehemaligen Leiters der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen Hubertus Knabe. Der Historiker zeigte sein Unverständnis darüber, dass der Tag der Deutschen Einheit in Deutschland so wenig Beachtung findet. In anderen Ländern, wie den Vereinigten Staaten oder Frankreich werden am Nationalfeiertag Volksfeste mit Feuerwerk, Paraden und Fähnchen gefeiert. Hubertus Knabe wünscht sich dies auch für Deutschland.

Die Veranstaltung wurde durch ein vielseitiges Rahmenprogramm abgerundet: Für gute Laune sorgte die Kindertanzgruppe von Andrea Bodor, ihr Kinderschminken, das TSV Amazonen Corps Garath und die Band Take Take Two And One. Auch die Rythmik-Fanfaren aus Eller, Jule von den Düsseldorfer Originalen und Daniela Budde mit ihrer Kinderanimation sorgten für gute Stimmung. Außerdem wurde in einem Zelt mit Filmen und Infomaterialien über die Zeit kurz vor und nach dem Mauerfall 1989 informiert. Neben Speisen und Getränken gab es eine große Tombola.

Mein Dank geht an alle ehrenamtlichen Helfer, die zum Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen haben. Besonders möchte ich mich bei den Frauen der Frauen Union, den Helfern aus der CDU, der Jungen Union und den Schützen aus Eller-Reisholz, Vennhausen und Rath bedanken.

Ich bin froh, dass so viele gekommen sind, mit uns gemeinsam gefeiert haben und sich an das erinnert haben, was sich damals ereignete. Der 3. Oktober ist zurecht ein ganz wichtiger und bedeutsamer Tag in der Geschichte unseres Landes. Wir können stolz auf die friedliche Revolution sein, die sich damals ereignete und die unser Land wieder zusammengeführt hat. Das können und sollten wir auch öffentlich zeigen.

Ich hoffe, dass diese Veranstaltung einen Anstoß gegeben hat, nun jedes Jahr unsere Deutsche Einheit zu feiern und freue mich schon auf das nächste Jahr.

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