Bürgerversammlung zur Flüchtlingsunterbringung im Stadtbezirk 6

Die Bürgerversammlung zum Thema “Flüchtlingsunterbringung im Stadtbezirk 6“ am 7. Mai 2015 in der Kirche Heilig Kreuz am Rather Kreuzweg stieß mit ca. 140 Bürgern und Vertretern von Vereinen und Verbänden auf sehr großes Interesse.

Die städtische Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch teilte an diesem Abend den Anwesenden mit, dass das Grundstück „Höxter Weg“ wegen verschiedener ungünstiger Rahmenbedingungen nicht als Standort für eine Flüchtlingsunterkunft geeignet ist und als Ersatzfläche ein städtisches Grundstück an der Herdecker Str. ausgewählt wurde.

Die Bekanntgabe des neuen Standortes sorgte für erhebliche Missstimmung bei den Bezirkspolitikern aller Fraktionen, da auf diesem ausgewählten Grundstück bis Ende 2016 eine neue Kindertagesstätte für vier Gruppen von der Awo betrieben werden soll. Auf dem verbleibenden Grundstücksteil soll Anfang 2016 eine Container Wohnanlage für 200 Flüchtlinge aufgebaut werden, welche mit einem 24 stündigen Pförtnerdienst ausgestattet wird. Alleine die monatlichen Mietkosten sollen sich nach Aussage von Frau Koch auf ca. 70.000 Euro belaufen. (stadtweit sind 14 Standorte ausgewählt worden).

Ein Wohlfahrtsverband wird nach Errichtung und Bezug die Containerwohnanlage betreuen .
Birgit Schentek, stellvertretende CDU Bezirksbürgermeisterin, Markus Münter, CDU Ratsherr für Düsseldorf –Rath und Sylvia Pantel MdB und Vorsitzende des CDU Ortsverbandes Rath halten den gewählten Standort für sehr problematisch. Rath gehört nach Angabe der Sozialräumlichen Gliederung der Stadt Düsseldorf zu den besonders belasteten Stadtteilen in Düsseldorf . Unsere Vorsitzende Sylvia Pantel hat mit ihren hartnäckigen Bemühungen das Projekt Soziale Stadt nach Rath holen können , was die soziale Belastung zusätzlich belegt und eine überlegte Auswahl des Standorts für Flüchtlinge untermauert.

Der derzeitig genutzte Standort an der Borbecker Str. soll nach und nach aufgelöst werden und es wurden bereits ca. 40 alleinstehenden Männern nach Benrath in die neue Wohnanlage verlegt.Eine weitere Prüfung der Verwaltung befasst sich derzeit mit einem ehemaligen Bürogebäude am Vogelsanger Weg.